Halterung Feuerlöscher 2.0

Knapp mehr als ein halbes Jahr ist es nun her, seit der Konstruktion meiner kombinierten Feuerlöscher Halterung und Ablage Garnitur. Bis auf den sich ablösenden Lautsprecherstoff, hat sich die Konstruktion eigentlich bewährt. Ich mag es, wenn jedes Ding seinen Platz findet, jedoch auch, wenn ich mal, wenn es besonders eilt, schnell etwas in einem „Auffangbecken“ deponieren kann ohne, dass es bei der nächsten Kurve träge in die Ursprungsrichtung weiterfliegt.

Die ehemalige Mittelkonsole war mir, weil schmuddelig, ein Dorn im Auge aber von der Idee her eigentlich keine schlechte Sache. Wieso ich nun wieder auf die ursprüngliche Variante gewechselt habe liegt daran, dass die neue Heizung nach einem gescheiten Ausströmer verlangt. Dort wo sie jetzt platziert liegt, verteilt sich die warme Luft zu zögerlich in der Kabine. Wo der ideale Ort liegt, habe ich auf meiner letzten Tour herausgefunden. Auf einem Campingplatz wo Strom vorhanden war, haben wir den elektrischen Heizlüfter schräg auf dem alten Ablagefach montiert und so den warmen Strahl perfekt in den hinteren Wohnbereich leiten können.

Würde ich mit dem Ausbau erneut beginnen, würde ich vermutlich einen Weg durch die Sitzkisten planen, nun darüber zu grübeln ist jedoch müssig.

So kommt es also nun, dass ich wieder einen Mittelkonsole gebaut habe, inklusive Stauraum für Feuerlöscher, Heisslüftröhren und Verteiler. Mal sehen wie sich das bewähren wird!

Der Phantasie ist ja bekanntlich keine Grenzen gesetzt. Die Frage was in der Mittelkonsole noch alles verstaut werden soll, habe ich mir während der „Bastlerei“ am Möbel gleich selbst beantwortet:

Es sind dies, nebst der platzfressenden Heizrohr- und Feuerlöscher-Angelegenheit, auch elektrische Anschlüsse für eine zusätzliche 12 Volt Buchse, gespiesen von den hinteren Batterien, eine Gas-Warnanlage für das sorgenfreie Schlafen in kälteren Regionen und einem Schalter für die separate Stromzufuhr des Autoradios. (Bisher musste nämlich der Zündungsschlüssel gedreht werden, um den Klängen von Spotify und CO lauschen zu können. Ausserdem bleiben so die Starterbatterien unbehelligt.)

Heizung Wohnraum

Endlich konnten die Russen liefern! Versprochen war sie ja schon lange, die Planar Dieselheizung, welche auch in grossen Höhen bis 5000 M.ü.M noch richtig funktionieren soll. Endlich ist sie nun die Meine!

Der aufmerksame Leser darf ruhig auf die bestehende Wasserheizung und ihren „Schlenker“ ins Wohnzimmer hinweisen. Wozu also eine zweite Heizung?

Die Frage ist einfach beantwortet: Die vom Vorbesitzer vorgesehene Heizwirkung geht auf Kosten der Batterie und würde kaum eine Nacht wohlige Wärme im Inneren des Fahrzeugs produzieren. Ehrlich gesagt, ausprobiert habe ich das nie, aber der Antrieb der Wasserpumpe und des Ventilators (Armaturenbrett und Zusatzventilator) würden wahrscheinlich die Batterien in wenigen Stunden in die Knie zwingen. Ausserdem hat die im Motorraum eingebaute Webasto keinen Höhenkit, was in höheren Lagen ab 2000 M.ü.M unweigerlich zur Verrussung der Anlage führen würde.

Dennoch könnte sich die Wasserheizung in kalten Wintern als nützlich erweisen und das Starten des Triebwerks schonend vereinfachen und auch schnell Wärme ins Innere transportieren. Ausserdem könnte man mittels Zeitschaltuhr den Prozess immer einige Minuten vor der Abfahrt programmieren und hätte dann eine vorgewärmte Kabine und eisfreie Fenster. Aus diesen Gründen bleibt die Heizung eingebaut auch wenn ich die Schläuche im Innenraum früher oder später kurzschliessen werde.

Der Einbau der neuen Heizung habe ich nicht „eben mal so mit links“ gemacht. Dazu hat die Erfahrung gefehlt. Das wohl schwierigste Problem, war einen guten Platz im Innern des Wagens zu finden. Der zweite Dieseltank verunmöglicht eine bequeme Montage im Heck des Fahrzeugs und so blieb eigentlich nur noch der schmale Streifen zwischen Fahrersitz und Schlafmöbel. Ausserdem war das so ziemlich der einzige Platz, an dem es mir ohne grossen Aufwand und Fahrzeuglift möglich war, einen „Durchbruch“ aus dem Bodenblech zu schnipseln. Ohne adäquates Werkzeug eine kleine Herausforderung!

Wichtig sind bei der Montage vor allem die Sicherheitsaspekte. Sollte doch unter keinen Umständen Abgase ins Fahrzeuginnere oder bei Flussdurchquerungen Wasser ins Abgas- bzw. Ansaugrohrsystem gelangen. Sollte es trotz aller Vorsicht doch einmal zu einer unfreiwilligen „Spülung“ kommen, so sollte das eingedrungene Wasser immerhin wieder selbständig abfliessen können.
Selbstverständlich sollte für Länder wie Island, wo Wasserfurten beim Offroaden an der Tagesordnung sind, darüber nachgedacht werden, wie die Auspuff- und Frischluftrohre abgedichtet werden können. Natürlich, und im selben Atemzug erwähnt, kümmert man sich vorgängig auch um die Schläuche der Achs, Differential- und Getriebeentlüftung und bringt diese gegebenenfalls in höhere Regionen!

Nach dem vollendeten Einbau haben einige kurze Tests ein recht erfreuliches Resultat gezeigt. Die Planar arbeitet auf Anhieb und produziert innerhalb weniger Sekunden warme Luft und der Innenraum dürfte in unseren Breitengraden schnell komplett aufgewärmt sein. Ein einziges Mal wollte die Heizung allerdings nicht recht starten. Mit „Error Ventilator“ (o.ä.) wurde angezeigt, dass der Propeller für die Frischluftzufuhr nicht angesprungen ist. Ein kleiner Schubs mit dem Zeigefinger behob das Problem, ich hoffe aber, dass es sich dabei nur um einen Einzelfall gehandelt hat. Ich vermute, dass der Ventilator zwischen zwei magnetischen Polen „hängengeblieben“ ist und sich nicht richtig entscheiden konnte die Arbeit aufzunehmen. Ich muss den tadellosen Betrieb also noch genauer beobachten!

Ach ja, an die Lärmentwicklung gewöhnt man sich. Der für Campingplätze mit Stromanschluss mitgebrachte Lüfter ist keinesfalls geräuscharmer und es ist ein Leichtes die Betriebsgeräusche in Träume einzubauen…

Als nächstes werde ich mich noch um einen Kohlenmonoxid-Warner kümmern und dann kann der Winter kommen!

Werkzeug

Hat man es nicht dabei, braucht man es. Hat man es dabei, versperrt es wertvollen Stauraum… Will man allerdings nicht vor jeder Reise einen Werkzeugset zusammenstellen müssen, so empfiehlt es sich, zumindest die wichtigsten Tools immer im Wagen zu haben. Viele der Werkzeuge braucht man also doppelt.

Seilwindenabdeckung

Nachdem ich meine originale WARN Plastik Seilwindenabdeckung irgendwo auf der LKGS verloren habe, musste ein Ersatz her.

Bei meinem Jeep habe ich diese seinerzeit mit einer Nylonschnur so fixiert, dass die Abdeckung auf Holperpisten oder nach einem Seilwindeneinsatz nicht verlorengehen kann. Der Leser mag die Qualität der immerhin 130 Euronen teuren Hartplastikschale zurecht in Frage stellen. Das Teil rastet lediglich bei den beiden seitlichen Rollen der Seilwinde ein, was einfach nur traurig ist. Schon ein leichter Druck lässt den Schutz wegschnappen und abfallen. Beim Jeep war zusätzlich noch das Nummernschild darauf angebracht, dessen Verlust ich nicht noch einmal riskieren mochte.

Beim Landcruiser schien mir das Ganze etwas besser fixiert aber ich wurde prompt für meine Nachlässigkeit und Faulheit bestraft, die Anpassung vorerst mal nur auf der Pendenzenliste vermerkt zu haben.

Heute, trotz Nieselregen, habe ich nun die neue und günstig erworbene „Taubenreuther“ ordentlich fixiert. Ich hoffe, dass damit das Problem gegessen ist und ich mich wieder anderen Nichtigkeiten zuwenden kann.

Ach ja, beinahe vergessen: die Abdeckung wird bei uns in der Schweiz vom StVa aus Personenschutzgründen zwingend verlangt!

Schaufelhalterung

Wozu braucht ein Fahrzeug hierzulande wohl eine Schaufel montiert? Na weil’s abenteuerlich aussieht, wie ich finde!
Mir fallen nebst des oben angeführten Haupt-Motivs aber noch zwei andere Gründe ein:

  • Verbuddeln des schnellen Stoffwechsels zwischendurch, Montezumas Rache lässt grüssen…
  • Mithilfe bei der Bergung des festgefahrenen Konvoi-Fahrzeugs eines Anfängerkollegen…

Die oben aufgeführten, bier-ernst-zu-nehmenden Gründe machen klar, weshalb eine Schaufel nichts im Wohnbereich zu suchen hat. Es ist ja nicht immer nur der leicht zu schaufelnde Sahara-Sand, der von einem Haufen zum anderen zu bugsieren ist, sondern eben auch mal Schlamm oder ähnlich Appetitliches. Da das Netz bereits schon ein kurioses Sammelsurium von How-To’s für die Outdoor-Versäuberung bereit hält, verzichte ich auf eine weitere Aufwärmung des Stoffs.

Was die Bergung von Versagern anbetrifft, so kann ich nur empfehlen, eine Schaufel mitzuführen, die deutlich robuster ist als die Wirbelsäule des Schaufelnden. Denn nichts ist ärgerlicher als Material, welches ausgerechnet dann versagt, wenn es ausnahmsweise mal gebraucht wird. 

Natürlich setzt diese Art der Werkzeughalterung eine ähnliche Reserveradaufhängung voraus. Bei unserer, vom Vorgänger gekauften Luxusvariante finden sich einige und dazu noch solide Verankerungspunkte. Ich habe mich für Zweckentfremdung der Arbeitslicht- und Antennenhalterung entschieden und bin im Moment ganz „happy“ damit. Die Schaufel ist schnell zur Hand, wenn es mal eilt (she. Punkt 1) und kann zusätzlich mit einem Vorhängeschloss vor Diebstahl gesichert werden.

Nicht, dass ich nun speziell paranoid wäre, Tatsache ist es leider aber, dass mir bei einem meiner Abenteuer eine ähnlich montierte aber sonst ungesicherte Axt „abhanden“ kam. Man kann daraus lernen oder sich den ganzen Aufwand mit der Halterung und dem Kauf der Schaufel sparen.

Halterung Feuerlöscher

Seid mir ein Offroad-Freund von seiner nicht bestandenen, brenzligen „Prüfung“ am Strassenrand erzählt hat, führe ich ein Feuerlöscher mit mir. Der Freund nun auch. Führt man ein solches Utensil mit, braucht man es ja bekanntlicherweise nie! (So die Hoffnung.)

Die Herausforderung liegt definitiv bei der Platzierung der „roten“ Bombe. Sie soll im Notfall ja schnell zur Hand sein aber dennoch nicht dauernd im Weg rumliegen. An den hinteren Seitenwänden möchte ich die Flasche auch nicht montieren, schon gar nicht so, dass diese bei einem Aufprall zum tödlichen Geschoss wird. Ich glaube der gewählte Platz ist gut, leider aber ohne „native“ Befestigungspunkte.

Die Herstellung der Halterung hat mehr Zeit in Anspruch genommen als vorgesehen, dennoch bin ich schlussendlich mit dem Plätzchen zufrieden. Ob das leicht wacklige Konstrukt die Zeit überdauert, wird sich weisen.

Sandblechhalterung

Sandbleche, DAS schicke Offroader-Accessoire schlechthin, gehören an jedes Geländevehikel, so wie der Fuchsschwanz an die Antenne des Opel Manta. Ein ganz besonderer Blickfang sind die in schlichtem aluminiumgrau gehaltenen Luftlandebleche. Leider sind sie um einiges schwerer als die bunten und modernen X-TRAX oder MAXTRAX und zudem noch weniger flexibel als die überteuerte Kunststoffware. Wenn es aber um den archaischen Look geht, dann sind sie unschlagbar! Offenbar sind die Siebe immer noch so begehrt, dass es ratsam ist, diese mit einer Vorrichtung vor Langfingern zu schützen.

Wer diese Dinger wirklich braucht weiss, praktisch sind sie nicht nur für Sandfahrten, sondern auch als kleine Brücken, Schlammschienen, Sandanker, Esstische und vor dem Fenster montiert sogar als Einbruchsicherung.

Eine ganz besonders schlechte Idee ist es deshalb, die Bleche im Innern des Fahrzeugs zu verstauen. Solange das Alu schön und noch unverbogen glänzt, ist das zwar kein Problem, sollten sie aber im Schlamm oder Schnee gebraucht worden sein, wird klar, weshalb der beste Platz dafür ausserhalb des Wagens zu finden ist. Auch dort nicht irgendwo, sondern ganz praktisch auf Ellenbogenhöhe, denn auf dem Dachträger bringt die Bergung der sperrigen Metalle unnötige Verrenkungen mit sich. Ferner ist daran zu denken, dass die Bleche so montiert werden, dass sie rasch wiedereingesetzt werden können, denn nach ein paar Metern lauert sowieso das nächste Schlammloch oder Weichsandfeld.

Wer hier immer alles schön ordentlich verstaut, festzurrt und verschliesst, weiss worauf ich anspiele. Die unhandlichen Sandbleche müssen also irgendwie schnell und zuverlässig sowohl für kurze Pistendistanzen, als auch für lange Anfahrtswege und unbeobachtete Aufenthalte gesichert werden können.

Heizung Motor

In der Wüste soll es ja in der Nacht empfindlich kalt werden, so sagt man. Ein „running gag“ auf unserer Afrikareise, die uns bei nächtlichen Temperaturen um die 30 Grad kaum ein Auge schliessen liess. Deshalb muss eine Heizung her. Und weil diese schon vom Vorgänger eingebaut wurde, gab es auch kein Zurück mehr.

Die WEBASO Thermo Top C Wasserheizung, deren Funktionen und Implementierung ich immer noch nicht endgültig durchschaue, wird mittels Hebel auf „Zentralheizung“ umgestellt. Der so erweiterte Wasserkreislauf soll dann die Kabine über den Wärmetauscher heizen und mittels Ventilator mehr oder weniger gleichmässig warme Luft verteilen. So zumindest die Theorie. Die vom Vorgänger eingebauten Zubehöre die einst sogar ein Dachzelt warm hielten, muss entfernt und der Ventilator mit dem sinnlosen Thermostat ausgetauscht werden.

Geplant ist nun die Montage eines Ventilators der stufenlos und vor allem leise, seine Arbeit verrichtet und das elektronische/manuelle Überwinden der maximale einstellbaren Heizdauer von nur 2 Stunden (Diese Heizung ist ursprünglich konzipiert worden um den Dieselmotor und den Innenraum aufzuwärmen bevor der Wagen gebraucht wird).

Diese Heizungs-Konstruktion wird durch eine effizientere Art und Weise ersetzt!