Esstisch

Dass ein simpler Esstisch für das Candlelight-Dinner zu zweit derart viel zu grübeln gibt, muss wohl an den spärlich vorhandenen Platzverhältnissen liegen.

Wir legen Wert auf einen gemütlichen Wohnbereich im Innern des Fahrzeugs. Nur zu gut erinnere ich mich an verregnete Tage im feuchten Dachzelt oder die neugierigen Blicke der bevölkerten Umgebung des am Vorabend willkürlich gewählten, vermeintlich ruhigen Schlafplatzes.

Dem Wohnen und Essen soll also gebührend Platz kredenzt werden. Eine Herausforderung, die sich in Gedankenspielen meist problemlos richten, in der Wirklichkeit aber immer aufgrund von störenden Körperteilen, standardisierten Geschirrgrössen oder schlecht gewählten Sitzpositionen nicht einfach mal so realisieren lässt.

Ein hängender Tisch, so wie man das von Schiffen her kennt, kommt nicht in Frage. Die Aufhängungen wären immer im Weg. Tischbeine, mögen Sie auch noch so clever und elegant gebaut worden sein, kollidieren immer mit der Schuhgrösse 45 oder den Knien.

Die minimale Tischplattengrösse für zwei schlanke Personen, zwei Tellern, einer Flasche Wein, zwei Gläsern und der Salatschüssel ist unter 50 x 50 cm kaum machbar. Diese Grösse lässt sich aber bei Nichtgebrauch nicht mehr platzsparend im Innern des HZJ78 verstauen. Schliesslich ist es ja das Ziel, die meiste Zeit über im Freien essen zu können. Darum soll der Banketttisch auch nicht permanent inmitten der Einzimmerwohnung Staub fangen.

Die Lösung des Problems scheint mir deshalb eine Schwenktischvorrichtung und eine faltbare Tischplatte zu sein. Beides findet im zerlegten Zustand bequem Platz in den Sitzbänken und ist bei Bedarf schnell aufgebaut, so zumindest der Plan. Ob sich die Schose als praktikabel erweist, werden die ersten Ausflüge dann sicher zeigen.

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Gas

Gas scheint mir die ideale Lösung um meine Küche zu betreiben. Was in Grossküchen Standard ist, ist für meine Kochnische gerade gut genug…

Dieser Meinung war ich nicht immer! In meinem Iveco, hab ihn seelig,  verbaute ich damals einen schicken Dieselkeramikherd, der sogar als Heizung figurieren konnte. Weil ich den Herd kaum benutzt hatte und dieser jahrelang im Keller sein trauriges Dasein fristete, wurde er vor ein paar Monaten in der hiesigen Bucht veräussert. 

Im Gegensatz zum Dieselkocher, ist der Einbau einer Gasflasche weniger aufwändig und bringt den Vorteil, dass meine Küche einigermassen „portabel“ bleibt. 

Hat die Gasflasche doch eine Dimensionen, welche beim vorhandenen Platzangebot nicht leicht irgendwo unterzubringen ist. Bei der Planung der Kisten habe ich „geschludert“ und leider zu wenig darauf geachtet, der Gasflasche eine besondere Nische frei zu halten. Auch die Position der Küche war damals noch nicht zu Ende gedacht. So findet das übergewichtige, blaue Monster nun einen angemessenen Platz in praktischer Nähe der Küche, hätte ich sorgfältiger geplant, wären die Kistenbefestigungen nicht so platziert wie sie das im Moment sind. Sicher lässt sich der entstandene Raum aber anderweitig verwenden.

Was passieren kann, wenn man eine grosse Gasflasche am falschen Ort und  schlecht befestigt verstaut, kann der geneigte Leser in meinem Tagebuch einer Afrikareise nachlesen!

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Küche

Die Grundlage aller kulinarische Höhenflüge ist bekanntlich eine kochfreundliche Küche. Das bescheidene Platzangebot hat mich nun einige Nächte grübeln lassen und so habe ich mich heute entschlossen, einfach mal draufloszubauen. Was sich im Wrangler JK mit noch weniger freiem Raum bewährt hat, wird hier sicher auch ähnlich funktionieren. Soll heissen, ich kopiere bewährtes und versuche dieses (noch) besser zu machen. Auf zum Bau der Kochnische 2.0!

Unser Kochgelegenheit soll für jede Wetter-Situation funktionieren. Bei schönem Wetter wollen wir unsere Süppchen, die Bohnen oder die Ravioli im Freien zubereiten und bei nasskaltem Wetter im Innern unseres Reisefahrzeugs einen Kaffee kochen können.

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Türverkleidung hinten

Wie viel Luft bei diesem Vehikel transportiert wird, ist klar, wenn die schnöden Türverkleidungen abgenommen werden müssen. Mit etwas Pappel-Sperrholz, Beize, Lack und Einfallsreichtum können ein paar Kubikzentimeter mehr dazugewonnen werden die später für Küche oder die Dusche dienlich sind.

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Kisten

Was hier banal als „Kisten“ bezeichnet wird, ist der Versuch bequeme Schlaf- und Sitzgelegenheit zu schaffen ohne auf Stauraum und Komfort zu verzichten. Bei dem vorhandenen Grundriss eine echte Herausforderung! Man will ausgestreckt liegen können, so sitzen, dass es den Ergotherapeuten freut und Kochen wie Gott in Frankreich. Dabei soll Platz für schmutzige Schuhe und Dinge verbleiben die man sonst nicht in einer Wohnung vorfindet und natürlich genug Raum für Klamotten, Esswaren und die Schönheitspflege entstehen.

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Seitentaschen

Viel ungenutzter Hohlraum bietet sich als Stauraum an. Die aus Sperrholz gefertigten Seitentaschen, wiederum Segelbooten abgeguckt, sind zwar aufwändig in der Herstellung und dem Einpassen aber wer für eine gewisse Zeit als Nomade im Auto leben möchte, weiss zu schätzen wenn jedes Ding seinen Platz findet.

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Bodenplatte

Als solides Fundament für die „Wohnungseinrichtung“ bieten sich eine Siebdruckplatten mit der Dicke von 15 mm an. Wahlweise verlegt mit der rauen oder der glatten Fläche nach oben. Befestigungs- und andere Löcher hat mein Cruiser ja schon genug und so war die einzige Herausforderung, den Ausschnitt für die Radkästen möglichst genau auszusägen.

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Schwalbennester

Nicht, dass ich einen Vogel hätte aber die Schwalbennester bringen Ordnung in den Kram den man üblicherweise auf den Touren bei sich haben will. Jeder „tote“ Raum der als Stauraum umfunktioniert werden kann ohne sonst wie zu stören, soll ausgeschöpft werden. Als Vorbild musste der Ausbau eines Segelbootes herhalten.

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Ablage Armaturenbrett

Klar ist das schlicht gehaltene Armaturenbrett keine Augenweide. Mit etwas Sperrholz lässt sich aber eine praktische Ablage basteln. Unterwegs ist man dann froh, wenn der Papierkram für den Grenzübertritt, das Schinkenkäse-Sandwich oder die CD’s hier zwischengelagert werden können ohne dass sie sich auf der Rumpel-Piste gleichmässig im Wageninnern verteilen.

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